22/07/2018
 
 
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Der alte Schreibmeister

>bei einem Federmesser will es nicht genug sein / dass solches vom guten Stahl zubereitet und wohl geschaerfet sei / ob glech dieses die zwo Haupteigenschaften desselben sind / sondern es muss auch eine bequeme Form haben. Denn alzu lange und breite Federmesser lassen sich nicht wohl hand-tieren / sondern es ist vielmehr eine alzu grosse Breite die Ursache / dass wenn man zu beiden Seiten die Feder etwas hol ausschneiden will / ehe man sichs versiehet; die eine Spitze von der Feder mit abgehet / ...Auch sind die Federmesser / welche festgestekte Klingen haben / den andern / welche man zusammenlegen kan /eit vorzuziehen / weil diese in ihrem Gewerb leicht schlockericht werden.<

 

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Goethe und Schiller`s Briefe

Vergleicht man Schiller`s und Goethe`s Handschriften in den Briefen links, faellt auf, dass sie sich sehr aehnlich sind, bezueglich der Breite des Federstrichs und im Absatz, bedingt durch die Laenge des Schreibflusses eines Tintenganges.

 

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Wichtig war ihm eine entsprechende Haerte der Federspitze, die seinem Schreibfluss entgegenkam. Offensichtlich stoerte ihn, wie auch Goethe, die Fahne, die er immer vollstaendig entfernte.

 

Schiller`s Schrift

Schreibwerkzeug hatte fuer Schiller eine grosse Bedeutung. Es scheint, als laegen seinen inneren Gedanken eine auussere Form der Schreibaesthetik zugrunde.

 

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Allerdings war Federkiel nicht gleich Federkiel. Die besten Federn (Federspuhlen) gab es damals aus Hamburg. Eine bessere Qualtaet erreicht man bei Federn von aelteren Tieren und wenn sie bei der Mauser gezogen werden.
Die ersten 5 bis 6 aeusseren Federn vom linken Fluegel fuer Rechtshaender und vice versa fuer die linke Hand.

 

Wissenswertes

Viel Auswahl an Schreibgeraeten hatten die Damen und Herren zur damaligen Zeit nicht. Der Federkiel war seit Jahrhunderten ein bewaehrtes Schreibgeraet.

Die Federn kaufte man in Buenden, meist von fahrenden Haendlern. Ein Bund Federspulen hatte etwa 15 Gramm und entsprach ca. 21-24 Federn. Sie waren unbeschnitten mit Fahne, jedoch gekocht und in Quarzsand gehaertet.

 

 
 
 
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